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Br. Christoph Kübler
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BR. CHRISTOPH KÜBLER
 

Geboren 1968 in Freiburg
Erste Profess 29.09.2006

Ausbildung zum Groß- und Aushandelskaufmann
Studium der Theologie in Freiburg

Pastorale Einsätze im Ambulanten Hospiz Freiburg und in Endingen im Kaiserstuhl (Gemeindearbeit)




 

Ein Jahr in neuer Umgebung

"Ich bin in Aufbruchstimmung"
Bruder Christoph Kübler über seinen Neuanfang in Oberhausen

Currywurst mit Pommes statt Schwarzwälder Schinken. Königs-Pilsener-Arena statt Freiburger Münster: Bruder Christoph Kübler SCJ hat vor einem Monat seine Heimat Freiburg im Breisgau verlassen. Seit 10. Oktober wohnt er im Dehonhaus in Oberhausen. Im Interview sagt er: "Der Umzug hat sich jetzt schon gelohnt."

Simon Biallowons: Wann haben Sie von Ihrem Umzug erfahren?
Bruder Christoph Kübler SCJ: Vor einem Jahr war klar, dass ich im Rahmen meiner Ausbildung zum Priester Freiburg verlassen werde. Im Juli stand dann fest, dass ich nach Oberhausen kommen würde – eine tolle Nachricht. Ich war schon mehrmals im Dehonhaus und mag die Leute und ihren Ansatz: die Art der Cityseelsorge, die Art, mitten unter den Menschen in der Stadt zu leben und zu arbeiten.

Mit welchen Gefühlen sind Sie nach Oberhausen gekommen?
Ich war neugierig. Dann dachte ich mir. Endlich bin ich da! Ich war in einer richtigen Aufbruchstimmung. Das hat sich übrigens bis jetzt noch nicht gelegt.

Wie war Ihr erster Eindruck?
Ich kam am 10. Oktober hier an. Das Wetter war gut, womit alles recht freundlich erschien. So auch die Begrüßung durch Pater Gerhard Valerius SCJ – meine beiden anderen Mitbrüder waren auf Arbeit.

Stichpunkt "Arbeit": In welchem Bereich werden später Ihre Aufgaben liegen?
Es gibt vier Gebiete, wo ich arbeiten werde: Zum einen in der Sakramentenpastoral. Dann werde ich aber auch an Schulen versuchen, Kontakte zu knüpfen und mich vorzustellen – wir nennen das Ganze "Kontaktstunden". Außerdem soll ich im Beerdigungsdienst mithelfen. Und zu guter Letzt werde ich in der Krankenhausseelsorge tätig sein. Darauf freue ich mich ehrlich gesagt am meisten.

Wie haben Sie die Menschen bei Ihren Besuchen erlebt?
Ich hatte Befürchtungen, dass sie mich nicht verstehen. Sowohl wegen der Sprache, als auch der Mentalität. Ich war noch nie so intensiv in einem Arbeiterviertel eingebunden. Aber ich kann beruhigt sagen: Die Leute verstehen mich.

Gibt es Unterschiede in der Mentalität?
Absolut. Die Leute hier sind sehr klar, sehr direkt. Da gibt es kein Hintenrum. Wenn sie dich mögen, dann merkst du das sofort. Und wenn sie dich nicht mögen, dann lassen sie dich das auch spüren. Aber diese Direktheit gefällt mir sehr gut.

Vermissen Sie etwas?
Da gibt es vieles. Vor allem natürlich meine Familie. Und sicherlich auch das schöne Wetter aus dem Breisgau. Wir Süddeutschen sind eben sehr heimatverbunden.

Ihre Gemeinschaft in Oberhausen ist viel kleiner als in Freiburg. Gibt es signifikante Unterschiede?
Bisher nur positive. Der Kontakt ist direkter und unmittelbarer. Wir können dadurch auf die Wünsche des Einzelnen besser eingehen und das klösterlich-geistliche Leben kann besser auf die Termine der Mitbrüder hin ausgerichtet werden.

Haben Sie in Oberhausen schon eine merkwürdige oder lustige Erfahrung gemacht?
Ja, gerade erst. Ich war zusammen mit Pater Ernst-Otto Sloot SCJ auf Schalke. Dort war Championsleague und ich habe die Karte eines Mitbruders bekommen. Das war ein sehr eindrückliches Erlebnis. Es ist Wahnsinn, wie sich die Menschen hier für Fußball engagieren. Das ist ganz anders als bei uns in Freiburg.

Ist das Engagement im "normalen" Leben auch so hoch?
Das kann ich noch nicht sagen. Aber ich bin ja noch ein ganzes Jahr hier!

Das Interview machte Simon Biallowons für www.scj.de