|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
P. Stefan Tertünte scj
|
Geburt: 13. Dezember 1965 Erste Profess: 29. September 1989 Priesterweihe: 27. Mai 1995
Bisherige Tätigkeiten - Gemeindeseelsorge - Kirchengeschichtliche Promotion - Ordensinterne Fortbildung - Schulseelsorge
Aktuelle Tätigkeiten: - Mitarbeit im Ökumenischen Kirchenzentrum - Mitarbeit in der Gemeinde St. Marien - Ordensinterne Weiterbildung
Kontakt: P. Stefan Tertünte scj Falkensteinstr. 234 46047 Oberhausen Fon: 0208-62069832
stefan.tertuente[at]scj.de
|
|
|
Geistliche Begleitung: Alles, außer - gewöhnlich
|
Zu einem bundesweiten Symposion der "Geistlichen Begleitung" hatte das Bistum Mainz unter dem Titel "alles, außer – gewöhnlich" in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt eingeladen. Das erste Treffen dieser Art wurde gleich zum vollen Erfolg. Auch Stefan Tertünte SCJ und Pater Gerhard Valerius SCJ waren als Teilnehmer vor Ort.Anlass für das große Symposium war der 20. Ausbildungskurs der „Geistlichen Begleitung“ im Bistum Mainz. Von der enormen Resonanz auf ihre Einladung waren die Veranstalter selbst überrascht. So trafen sich mehr als 200 Frauen und Männer aus dem gesamten Bundesgebiet, allesamt in der geistlichen Begleitung tätig, vom 17. bis 19. September in der Akademie des Bistums Mainz, dem Erbacher Hof. Von der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester in Deutschland nahmen Pater Stefan Tertünte und Pater Gerhard Valerius teil. Mit zahlreichen Referaten und in ungefähr 50 Workshops wurden in diesen Tagen unterschiedlichste Aspekte geistlicher Begleitung beleuchtet.
Es gibt kein Lösungswort
Grundsätzlich steht ein geistlicher Begleiter einem anderen Menschen zur Seite, um diesen in seiner Lebens- und Glaubensentwicklung zu unterstützen. In der Geschichte des Christentums gab es dafür ganz unterschiedliche Vorbilder: So suchten im 4. Jahrhundert in Ägypten zahlreiche Menschen so genannte Wüstenväter und –mütter auf, um von ihnen Hilfe bei der Suche nach einem tieferen Glauben zu erhalten. Über diese Art der Begleitung referierte in Mainz Pater Michael Plattig, Mitglied des Ordens der Karmeliten. „Damals wie heute“, sagte Plattig, „wurden Menschen enttäuscht, wenn sie hofften, ein kompetenter Geistlicher würde ihnen schon die Lösungen für ihre Suche präsentieren“. Vielmehr solle ein geistlicher Begleiter dabei zur Seite stehen, auf sich selbst zu schauen und so selbst zu entdecken, auf welchen Weg Gott einen Menschen im Leben führen will, so Plattig. Der geistliche Begleiter liefere nicht das heilige Lösungswort für das eigene Lebensrätsel.
Unterschiedlichste Formen geistlicher Begleitung
Heute werden viele Formen geistlicher Begleitung vom Leben und den Schriften des Heiligen Ignatius von Loyola (1491-1556) geprägt, in dessen Sinne geistliche Begleitung vor allem eine Hilfe ist, den Willen Gottes im eigenen Leben tiefer zu entdecken und anzunehmen. Über die so genannten ignatianischen Grundlagen sprach Pater Stefan Kiechle SJ, Provinzial des Jesuitenordens in Deutschland. Insbesondere die Workshops machten jedoch auch deutlich, dass die Vielfalt geistlicher Begleitung mittlerweile zunimmt: So gab es unter anderem Informationen über spezifische Angebote für Männer und Frauen. Für Marcus Röntgen, jahrelang erfahren in der Männerarbeit im Erzbistum Köln, ist vollkommen klar: „Wenn Männer erst einmal raus aus ihrem gewohnten Umfeld, zum Beispiel in der Natur und unter sich sind, dann sind persönliche Gespräche über ihr Leben und ihren Glauben gar kein Problem. Die berühmte `gestaltete Mitte´ mit Blume und Tuch regt sie dagegen nicht unbedingt zur Kommunikation an“.
Große evangelische Beteiligung
Andere Arbeitskreise behandelten Fragen nach dem Verhältnis von Psychologie und Theologie in der geistlichen Begleitung, etwa die Möglichkeit kontemplativer Akzente oder die Frage nach der Ökumene in der geistlichen Begleitung. Und auch dies war kennzeichnend für die Tagung: Obwohl die Veranstaltung vom Bistum Mainz durchgeführt wurde, waren unter den Teilnehmern zahlreiche Männer und Frauen aus der evangelischen Kirche vertreten – von Nordelbien an der deutsch-dänischen Grenze bis hin zur badischen Landeskirche.
Viele Teilnehmer sprachen mit Blick auf die Qualität der Beiträge und die Anzahl der Teilnehmer von „ihrer Hoffnung, dass dieses Symposion nicht nur weitere große Treffen zur Folge, sondern vor allem auch Auswirkungen in den einzelnen Diözesen Deutschlands habe“. Denn geistliche Begleitung und Angeboten spiritueller Vertiefung haben in den deutschen Bistümern bisher einen sehr unterschiedlichen Stellenwert. Die Mainzer Veranstaltung zeigte jedoch deutlich, wie viele Menschen es gibt, die solche Dienste haupt- und ehrenamtlich anbieten können.
|
|
|
5 Jahre in Oberhausen
|
seit 5 Jahren gibt es nun das Dehon-Haus in Oberhausen – Zeit für eine Zwischenbilanz. Im August 2005 kamen P. Sloot und P. Valerius nach Oberhausen, einen Monat später stieß auch ich dazu. Wir hatten uns – soweit das möglich ist – gemeinsam vorbereitet: Viele Gespräche untereinander, mehrere Treffen mit Vertretern des Bistums Essen. Dennoch war es für uns alle ein absoluter Neuanfang. Wir kannten Oberhausen nicht. Wir wussten nicht, wie es uns in unseren Arbeitsgebieten ergehen würde. Wir hatten noch nie in einer solchen Dreier-Kommunität gelebt. Es gehört zwar zu unserem Ordensleben, neu anzufangen. Dennoch erscheint es im Nachhinein alles andere als selbstverständlich, dass dieser Neuanfang sich von Anfang an sehr glücklich entwickelt hat – bis heute!
Von Beginn an sind wir Menschen begegnet, die uns freundlich aufgenommen haben. Beim Einzug in das ehemalige Pfarrhaus St. Michael haben wir viele hilfreiche Tips bekommen. Auch in der Stadtkirche von Oberhausen haben wir sehr schnell unseren Platz gefunden. In Pastoralteam und Pastoralkonferenz der Gemeinde St. Marien, in der Stadtkonferenz der Kath. Kirche, dem Schulausschuss der Stadt Oberhausen, im Sozialausschuss der Gemeinde St. Marien, im Exerzitienwerk des Bistums Essen – auf viele Anfragen zur Mitarbeit konnten wir positiv antworten. Manchen Wunsch zur Mitarbeit konnten wir jedoch nicht erfüllen, alles hat seine Grenzen.
Dass wir in drei sehr unterschiedlichen Aufgabenfeldern arbeiten, hat unserer Präsenz als Dehonianer in der Stadt Oberhausen nicht geschadet, im Gegenteil: Im Berufskolleg Hans Sachs, im Ökumenischen Kirchenzentrum in der Neuen Mitte, in der Meditations- und Exerzitienarbeit im Dehon-Haus, in den Kursen zu Rhythmus-Atem-Bewegung in unserem Haus – überall geht es darum, den Weg von Menschen in dieser Stadt einige Schritte lang als Ordenschristen mitzugehen. So haben wir das Leben von Menschen in dieser Stadt und ihre Bemühungen kennen gelernt, dieses Leben mit Höhen und Tiefen zu meistern. Und das in einer Zeit, die weder für die Stadt noch für die Kirche in Oberhausen einfach ist. Wir kennen das Leiden von Christen, dass die Kirche nicht mehr das ist, was sie mal war. Wir haben vor allem Menschen getroffen, die uns in ihrem täglichen Kampf um materielle und familiäre Perspektiven demütig auf all die Sicherheiten blicken lassen, die uns unser Ordensleben beschert. Wir sind glücklich, dass wir unsere Fähigkeiten und die Hoffnung, mit der wir selbst unterwegs sind, einbringen können in unsere Arbeitsgebiete und in viele Begegnungen. Wir haben kein tolles Projekt, das weithin leuchtet – das ist nicht unser Weg. Der ist viel bescheidener
Wir möchten als geistliche Gemeinschaft in dieser Stadt leben und arbeiten. Wenn andere Menschen dann von „den Patres“ oder „den Dehonianern“ sprechen, dann freuen wir uns darüber. Denn ob das, was wir sein wollen, wirklich gelingt, machen uns vor allem Menschen deutlich, denen wir begegnen. Und das möchten wir weiterhin tun.
Pater Stefan Tertünte SCJ
|
|
|
Einsatz in Kamerun
|
Immer mehr Nachwuchs, immer weniger Geld
Seit dem letzten Besuch vor drei Jahren hat sich nicht viel verändert. „Das Land stagniert“, sagt Pater Antonio Panteghini, der nach wie vor Provinzoberer ist. Die Armut ist groß, doch aus Mangel an Nahrung sterben muss kaum einer, dafür wächst zuviel an gesundem Gemüse überall im Land. Die Folge: Es gibt keine größeren Unruhen im Land, die Bevölkerung erträgt sowohl die Armut als auch die autokratische Regentschaft des Präsidenten und die unvorstellbare Korruption mit Gleichmut – oder Lethargie.
Was sich im letzten Jahr verändert hat: Das krisengeschüttelte Europa hat seine Unterstützung für zahlreiche Hilfsprojekte drastisch reduziert. „Gerade die einfachen Leute, zum Beispiel in Italien, sind mit ihren Spenden extrem zurückhaltend geworden angesichts der Wirtschaftskrise in Europa“, sagt Pater Panteghini. Damit werden die riesigen Finanzprobleme der Mitbrüder in Kamerun immer größer. Mittlerweile müssen Kandidaten auch wegen der Finanzlage abgelehnt werden, es fehlt das Geld zur Ausbildung. Gleichzeitig hat die Provinz zum ersten Mal mehr als 100 Mitbrüder, von denen mittlerweile 90 Prozent Einheimische sind. Auch die Verantwortungsträger sind mehr und mehr Kameruner. Die Ausbildung ist zum ersten Mal in der Geschichte Kameruns komplett in den Händen der Kameruner. Dieses Jahr hat man zehn Kandidaten ins Noviziat aufnehmen können – es gab ungefähr fünf mal so viel Bewerber. Nach wie vor sind jedoch die Einnahmemöglichkeiten sehr gering. Soweit wie möglich wird auf Selbstversorgung gesetzt, was die Nahrung angeht. Im Noviziat sorgen Plantagen und Viehzucht für das Notwendige auf dem Teller. Damit jedoch ist nur ein geringer Teil der Kosten eines Ausbildungshauses zu finanzieren. Und wenn dann noch – wie vor einigen Tagen – im Scholastikat alle Schweine an einer unbekannten Krankheit sterben…
Ein anderes Klima
Auch dieses Mal bin ich in der sogenannten kleinen Trockenzeit da. Das bedeutet konkret: jeden Tag etwa 25 bis 28 Grad, fast immer bewölkt, fast nie ein Tropfen Regen und immer sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn meine Kopien zwei Tage auf dem Tisch liegen, fühlen sie sich ebenso klamm an wie das Bettzeug, auf das ich mich abends niederlasse. Richtig Sonne habe ich in diesen Tagen kaum gesehen.
Genau diese bestimmt jedoch den Rhythmus hier. Um 18 Uhr fällt in wenigen Minuten die Dunkelheit ins Land, ebenso schnell wird es morgens um 6 Uhr hell – wir sind in der Nähe des Äquators. Dann spricht natürlich auch nichts dagegen, morgens um 6.30 Uhr den Gottesdienst zu feiern… Um 22 Uhr abends werden die Türen des Hauses geschlossen, ebenso das Tor zur Hofeinfahrt – und dann werden die Hunde rausgelassen. Normalerweise sollte auch noch ein Nachtwächter dabei sein. Mit der Zeit lernen die Hunde die Mitbrüder kennen und würden sie von einem Einbrecher unterscheiden. So viel Zeit bleibt mir nicht, aber in der Finsternis gibt’s nach 22 Uhr ohnehin nichts mehr zu suchen. Denn mangels Elektrizität ist dieses Viertel am Rande der Stadt ziemlich im Dunkeln. Und sowohl die Dunkelheit als auch das Gefühl der absoluten Fremdheit, ganz abgesehen von den halsbrecherisch fahrenden Autos in finsterer Dunkelheit, locken nicht wirklich nach draußen.
Kommunikation auf afrikanisch
Nach der dritten Werktagsmesse kam einer der jungen Mitbrüder und teilte mir seine Verwunderung mit, dass meine „Predigten“ so kurz seien, maximal drei Minuten, er hätte genau auf die Uhr geschaut. Ob ich denn wenigstens am Sonntag etwas länger predigen würde. „Ins Erzählen kommen beim Predigen“ – was in Deutschland oft das Schlimmste ist, verbunden noch mit zahlreichen Wiederholungen – gehört hier schlicht zur normalen Kommunikationsstruktur. „Palaver“ ist in Deutschland ja eher ein negativ besetztes Wort. In Afrika meint Palaver – ich wusste gar nicht, dass es hierher kommt – die traditionelle Diskussionsform, um im Dorf zu Entscheidungen zu kommen. Die Dorfgemeinschaft versammelt sich unter einem Baum, und dann werden zum Teil sehr formell – und für meine Ohren künstlich – Positionen und Gegenpositionen dargestellt, in denen man auf jeden Fall auf den Vorredner eingehen muss, dann wird’s halt lauter – und angeblich kommen sie dann irgendwann zu einer Entscheidung. Einiges davon ist auch in der Diskussionskultur unserer Gruppe hier übrig geblieben. „Ich möchte zunächst auf das eingehen, was mein Vorredner Bruder Jean geäußert hat“, tatsächlich. Und irgendwann brechen dann alle in Lachen aus, als sei alles doch nur ein Spiel, und sofort danach geht es aber mit dem ernsten Spiel weiter. Kommunikation auf afrikanisch.
Ein Überfall auf das Noviziat
Insbesondere unsere kongolesischen Mitbrüder sind heute, Samstag, etwas von der Rolle: Gestern kam die Nachricht rein, dass unser Noviziat vor drei Tagen von etwa 30 bewaffneten Banditen angegriffen wurde. Das Noviziat liegt in der Provinz Nord-Kivu, die im Osten an Ruanda und Uganda angrenzt, zehn Kilometer außerhalb der Stadt mitten im Busch. Zwei Novizen wurden leicht verletzt und der Novizenmeister, Pater Klann, wurde von den Banditen gefesselt und so sehr misshandelt, dass sein Schreien unter den in der Kapelle eingesperrten Novizen die Panik noch vergrößerte. Geld gab es kaum zu finden, interessante Gegenstände auch nicht. Auf ihrem Rückzug wurde ein Mann ermordet, der den Verbrechern im Weg stand. Es ist nicht klar, ob die Banditen Einheimische waren – einige sprachen den lokalen Dialekt – oder ein Sammelsurium von verschiedenen Rebellengruppen. Tatsache ist, dass die Sicherheitslage im Osten des Kongo so schlecht ist, dass unsere Mitbrüder nun überlegen, vorübergehend das Noviziat in einen anderen Ort zu verlegen. Das wäre eine großer Rückschlag für uns: Sechs Jahre haben die Mitbrüder Zeit, Kraft und Geld darin investiert, unseren Landbesitz dort fruchtbar zu machen. Die Kongolesen hier im Kurs sprechen von einem herrlichen Landstrich, und es würde allen sehr, sehr schwer fallen, wenn wir uns aus Sicherheitsgründen von dort zurückziehen müssten. Ganz abgesehen von den jungen Novizen (26), die noch alle im Schockzustand sind. Wie wenig ein Menschenleben wert ist in einigen Regionen des Kongo, ist für uns kaum vorstellbar. Bitte nicht quer durchs Land!
Der Kurs läuft ganz ordentlich. Das bedeutet, dass ich beim Programm immer im Blick haben muss, dass sowohl das Thema „Pater Dehon“, seine Geschichte, seine Spiritualität etc. zum Zuge kommt, dass aber auch genug Zeit bleibt, damit die Mitbrüder von ihrer Gegenwart erzählen und was von meinem Leben erfahren können. Wenn mein Teil fertig ist, habe ich noch zwei freie Tage bis zum Abflug nach Europa. Ich hoffe inständig und habe das schon mal am Anfang angedeutet, dass man nicht auf die Idee kommt, mich zwei Tage lang begeistert in einem Jeep über Huckelpisten quer durchs Land zu fahren. Am liebsten hätte ich zwei Tage im Garten unseres Hauses mit einem Buch in der Hand, basta. Aber gestern kam P. Leopold schon und erzählte strahlend, er müsse eine Wasserpumpe in Douala an der Küste kaufen – und da müsse ich natürlich mitkommen. Ich könne sowieso mal Urlaub in Kamerun machen. Dass ich mich im Urlaub eigentlich erholen möchte, sage ich nicht so direkt …
Ein herrlicher Chor
Am Mittwoch hatte Bruder Théodore Geburtstag. Ich dachte mir, ein Geburtstagsständchen wäre ganz angebracht. „Viel Glück und viel Segen“ vielleicht? Aber alleine wollte ich es auch nicht singen. Andererseits: Der weiße Pater bringt den schwarzen Studenten ein deutsches Liedchen bei – das hörte sich auch ziemlich nach früheren Klischees an. Dennoch habe ich den Vorschlag gemacht. Den Text an die Tafel geschrieben, dann gemeinsam gesprochen, vorgesungen und geübt. Und siehe da, ein herrlicher Chor. Die musikalischen und sprachlichen Fähigkeiten sind schon enorm in dieser Gruppe von 25 Kamerunern und Kongolesen. Und sie waren es auch, die an den nächsten Tagen darauf drängten, das Lied zu wiederholen, „damit wir es auch singen können, wenn Sie wieder weg sind.“ Das geht mittlerweile in der Tat auch ohne mich – sogar als Kanon… Deutsch ist immer noch eine ziemlich begehrte Fremdsprache in Kamerun, ein Erbe der Kolonialzeit vor dem ersten Weltkrieg. Doch bis heute wird Deutsch an weiterführenden Schulen nach Englisch als weitere Fremdsprache angeboten. Und mehrere der jungen Mitbrüder haben immer wieder im Gespräch ihre Deutschkenntnisse auffrischen wollen.
Football’s coming home
Ungefähr nach der Hälfte des Kurses bin auch ich mit Leib und Seele angekommen, es hat etwas gedauert, nun geht es mir sehr gut. Deswegen habe ich dann doch nicht Nein gesagt, als am Sonntagnachmittag ein Ausflug auf dem Programm stand. Ziel waren drei Pfarreien, die früher von Herz-Jesu-Priestern gegründet wurden und mittlerweile an die Diözese übergeben wurden.
Um dorthin zu gelangen, mussten wir aus der Stadt Yaoundé raus und in „la brousse“, den Urwald hinein. Etliche Kilometer an lehmigen Straßen und Wegen. Und mit jedem Kilometer tiefer in den Urwald hinein werden die Unterkünfte entlang des Weges ärmlicher: Zunächst noch Lehmhäuser, dann Holzverschläge. Irgendwann öffnet sich mitten im Wald der Lehmweg auf eine riesige Lichtung hin. Und während entlang des Weges hier und da eine Hütte, ein Haus und kaum Menschen zu sehen waren, sind hier hunderte von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen versammelt aus dem einzig wirklich interessanten Grund: Fußball. Egal wo in Kamerun: Der Fußball zieht gerade sonntags und egal unter welchen Platzverhältnissen die Menschen an und zusammen.
Für die Aufbauarbeit gibt es Orden
Die große Lichtung wird von einem Bauwerk überragt: der Kirche. Um das riesige Kirchengebäude aus den 20er Jahren gibt es mehrere Einrichtungen, die vor allem von vier Franziskanerinnen betrieben werden: Eine Grundschule, eine Krankenstation, eine weiterführende Schule mit Internat – alles natürlich im Kleinformat. In der Krankenstation begegnen wir der italienischen Franziskanerin, die sich gerade darauf vorbereitet, einer Frau zu helfen, die Schwierigkeiten bei der Geburt ihres Kindes hat. Am Eingang hängen bildreiche Info-Tafeln über den Schutz gegen Malaria und Aids. Ich bin ziemlich beeindruckt von dem, was die Ordensfrauen mitten im Busch hier leisten. Vor etwa zehn Jahren haben wir die Gemeinde an die Diözese abgegeben, Gott sei Dank sind die Franziskanerinnen geblieben.
Das Verhältnis zwischen Ordensgemeinschaften und den Bischöfen ist nicht immer gut. Dank ihrer internationalen Vernetzung haben die Orden in der Regel mehr Geld und qualifiziertes Personal als die Bischöfe. So sind es oft Ordensfrauen und -männer, die Gemeinden aufbauen, Kirche und Gebäude errichten, die Seelsorge ans Laufen bringen. Und wenn alles fertig ist und wirklich gut ist, dann sagt der Bischof: Das war’s – und setzt seine Leute dorthin. Und die Ordensleute „dürfen“ weiterziehen. Das gilt vor allem für die Gemeinden in den Städten und an deren Rändern. Im „Busch“ möchten ohnehin nur wenige arbeiten.
Ein wahrer Hirte
An der dritten Station unseres Ausflugs konnte ich mich fast nicht sattsehen: In Nkongoa, auch im Busch, waren unsere Mitbrüder bis vor 20 Jahren tätig. Dann kam Abbé Philippe Ambassa, vom Bischof gesandt. Und dieser Pfarrer Ambassa ist ein sehr beeindruckendes Original: Zunächst einmal begrüßt dieser 70-jährige Pfarrer mich in fließendem Deutsch, das er vor 60 Jahren auf der Schule gelernt hat. Allen Mitfahrenden gehen dann jedoch die Augen auf, als er uns seine Aufzucht von Wachteln zeigt, von denen etliche gerade aus ihren Eiern schlüpfen. In Kamerun werden den (entsprechend teuren) Wachteln alle möglichen Fähigkeiten zugeschrieben – von Heilung bei verschiedenen Krankheiten bis hin zu ganz anderen magischen Kräften (wahrscheinlich muss man sie dafür verspeisen?). Auf diese Fähigkeiten angesprochen, lächelt Abbé Philippe und meint nur: „Wenn man schon so viel Gutes von diesen kleinen Wesen sagt, möchte ich dem eigentlich nicht widersprechen.“ Man macht sich ja nicht selbst das Geschäft kaputt. Nach und nach entdecken wir, dass um die Kirche herum ein ganzer Bauernhof existiert, der vom Pfarrer bewirtschaftet wird. 20 Kühe (natürlich kennt der Pfarrer alle mit Namen: Eve, Solenge, Pauline etc.), 50 Schafe, ebenso viele Ziegen, zig Hühner, Schweine und sogar ein Affe bevölkern im freien Auslauf den Vorhof der Kirche – der dementsprechend aussieht. Vor Dieben hat der Pfarrer angesichts fehlender Zäune keine Angst: „Die Menschen glauben hier immer noch an den Fluch, der auf ihnen lastet, wenn sie dem Pfarrer was stehlen. Das hilft ziemlich. Außerdem habe ich eventuelle Kandidaten schnell identifiziert.“ In unserem Noviziat in Ndoungé hat dies allerdings nichts genützt, dort wurden uns große Teile der Kuhherde, das Fundament unserer Selbstversorgung mit Fleisch dort, von der Weide gestohlen.
Theresia von Lisieux und Amerikanisches Catchen
Der Kurs mit den Mitbrüdern nähert sich dem Ende. Alles in allem bin ich mit dem, was wir in diesen Tagen miteinander getan haben, sehr zufrieden. Insgesamt, sagt mir der Leiter unseres Studienhauses, Pater Leopold Mffouakuet, tun sich die Studenten mit Lektüren schwer. Zum Einen entspricht es nicht unbedingt der afrikanischen Tradition zur Weitergabe von Wissen, zum anderen fehlen oft schlicht Bücher, um in der Schule Jugendliche an das Lesen zu gewöhnen. Und Internet, Handy und Fernsehen haben dafür gesorgt, dass die Studienleistungen tendenziell noch nach unten gehen. Und so wundert es mich nicht, wenn die Kursteilnehmer auf einem Fragebogen einerseits in der Rubrik ‚Lieblingsbuch‘ oft die Bibel oder ein anderes frommes Buch angeben, während sie in der Rubrik ‚Lieblingsfilm‘ reihenweise Actionfilme wie „Prison Break“ oder „Delta Force“ etc. angeben, deren Namen ich kaum kenne. Auch schön: Einer gibt an, als Lieblingsheilige Theresia von Lisieux zu verehren und nennt als Lieblingsfilm „Liveübertragungen vom Amerikanischen Catchen“…
In der Sonntagspredigt habe ich versprochen, mehr als die üblichen drei Minuten zu sprechen. Es ging im Grunde um ein französisches Wortspiel, dass das Fundament des Ordenslebens anspricht: „Nous sommes chez nous, si nous sommes chez Lui“ – Wir sind dann ganz bei uns und ganz zu Hause, wenn wir bei Ihm, in Seiner Nähe sind. Tausende Kilometer von Deutschland entfernt fühlt sich dieser Satz noch wahrer an. Heimat ist für uns Ordensleute – wenn es gut geht – nicht zuerst an einen Ort gebunden. Die tiefsten Heimaterfahrungen machen wir in unserer Beziehung zu Christus. Das ist der eigentlich Grund, warum Ordensleute immer wieder an neuen Orten ihre Zelte aufschlagen können.
Mittlerweile ist der Kurs zu Ende. Am Schluss haben wir eine kurze Auswertung gemacht, in der mir allerlei Freundliches gesagt wurde, das ich gerne erwidert habe. Natürlich haben sie einiges mehr von Pater Dehon, seiner Zeit und seiner Spiritualität verstanden. Mindestens genauso wichtig war es jedoch, dass sie mit mir einen Ausblick in eine andere Kultur, eben in meine, machen konnten. Und umgekehrt genauso. Interesse, Respekt und Wertschätzung für die Erfahrungen, die sie in Afrika machen – das war wohl das Wichtigste für unser Miteinander in diesen Tagen.
P. Stefan Tertünte scj
|
|
|
Frohe Weihnachten
|
Nach einem Streit in einer Familie: „Aber bitte sprich das nicht an Weihnachten an. Nicht an Weihnachten! Wenn du das machst, steh ich sofort auf und geh!“
Kaum ein Fest, das so aufgeladen ist, kaum ein Fest, an dem wir uns so unter Druck setzen, die zu sein, die wir gerne wären: ein zauberhaftes Paar, eine glückliche Familie, ein zufriedener Single. Kaum ein Fest, an dem soviel geschrieen, geschwiegen, gegessen und getrunken wird. Kaum ein Fest, an dem so viele Tränen geweint werden darüber, dass das Leben nicht so ist, wie wir es uns wünschten, aber auch darüber, dass vieles so schön ist, wie wir es uns kaum zu wünschen wagten.
Das Weihnachtsfest hat einen tragischen Fallstrick entwickelt: Von göttlich beschenkten Menschen sind wir zu Glücksinszenierern am Heiligabend geworden, deren Lächeln immer schon bedroht ist von der Furcht, das mühselig errungene Glück könne zerbersten.
Gott schenkt uns seinen Sohn. Das ist eigentlich ziemlich viel. Aber der Kleine bleibt oft kaum beachtet in mehr oder weniger schönen Krippen liegen, vor denen sich dann die Szenen weihnachtlicher Idylle abspielen – oder eben nicht.
In der Christmette am Heiligen Abend fasziniert mich immer wieder ein Text mit dem ungewöhnlichen Titel „Martyrologium“. Er beginnt mit den Worten „Milliarden Jahre waren vergangen, seit unsere Sonne und die Erde entstand, Millionen Jahre, seit Leben sich regte auf der Erde und der Mensch ins Dasein trat.“ Zeile um Zeile schreitet der Text durch die Menschheitsgeschichte, von den kosmischen Ausmaßen des Anfangs bis zum „zweiundvierzigsten Jahr der Regierung des Oktavianus Augustus“, um dann mit dem ungewöhnlichen Höhepunkt der Zivilisationsgeschichte zu schließen: „Wir feiern die Geburt unseres Herrn Jesus Christus in unserem armen Fleisch.“
Natürlich Worte alter Literatur, doch wohlgemerkt: vom armen Fleisch ist die Rede und von unserem Fleisch ist die Rede. Nicht von Menschen vor 2000 Jahren und nicht vom Festtagsbraten. Gott fühlt sich zu Hause bei uns. Bei uns, wie wir sind und nicht wie wir gerne wären. Ein dicker Brocken und eine superfrohe Botschaft zugleich. Die letzte Tür des Adventskalenders geht dann auf, wenn Gott Platz nehmen darf an unserem Lebenstisch, gedeckt mit Hoffnungen und Enttäuschungen, mit Freuden und Trauer, mit Gelungenem und Gescheitertem. Und Gott setzt sich, schaut sich alles an – und ist nicht abgestoßen, nicht angeekelt, sondern schlicht zu Hause, zu Hause bei seinem geliebten Menschen.
Gott schenkt uns Weihnachten nicht nur die Gnade seines Besuches. Er schenkt uns auch die Gabe ihn zu empfangen.
in stiller Nacht in dir ein Licht entfacht nicht von dir gemacht heilig ist die Nacht
|
|
|
Welche Kirche will der Papst?
|
Ein Kommentar von Pater Stefan Tertünte SCJ
Wir erinnern uns: Im Frühjahr 1994 zitiert die vatikanische Glaubenskongregation unter Vorsitz des heutigen Papstes die Bischöfe von Freiburg, Mainz und Rottenburg-Stuttgart nach Rom. Grund: Die Bischöfe wollten – wenngleich außerordentlich vorsichtig – im Geist der Barmherzigkeit auf wiederverheiratet Geschiedene zugehen bis hin zur Möglichkeit des Kommunionempfanges. Die Wahrheit jedoch, wie sie Ratzinger verstand, ließ keinen Platz für solche Barmherzigkeit. Und so mussten die Bischöfe zurückrudern.
15 Jahre später öffnet Papst Benedikt aus „väterlicher Barmherzigkeit" durch die Aufhebung der Exkommunikation vier abtrünnigen Bischöfen der Priesterbruderschaft Pius X. den Weg zurück in die Kirche. Der Pressesprecher des Bistums Rottenburg-Stuttgart charakterisiert die Priesterbruderschaft Pius X. mit deutlichen Worten: „Die sind in den Strukturen ihres Denkens fundamentalistisch, sie sind antisemitisch und sie sind faschistisch. Und so lange sie solche Denkweisen vertreten, sehe ich keine gemeinsame Ebene in der katholischen Kirche."
Es ist wohl kein Zufall, dass die deutlichste Kritik an der Barmherzigkeit des Papstes genau aus einer der Diözesen kommt, denen es verwehrt war, barmherzig an tausenden Katholiken in schwieriger Lebenslage zu handeln. Zu offensichtlich ist – trotz aller theologischen Ausflüchte -, dass mit sehr unterschiedlichem Maß päpstliche Barmherzigkeit verteilt wird. Dabei geht es nicht so sehr um einzelne Entscheidungen, die man so oder so bewerten kann. Sorge bereitet, welcher Art Kirche der Papst in einer ganzen Reihe von Handlungen den Weg bahnen will.
Aufmerksame Journalisten reagierten zunächst noch amüsiert, als Papst Benedikt kurz nach seinem Amtsantritt in der päpstlichen Kleiderkammer tief in die Schatztruhe griff und Hermelinteilchen hervorholte, die man schon längst vergessen glaubte. Dann schob sich Liturgie, immer auch Anzeiger für Kirchenverständnis und Weltbezug, in den Focus päpstlichen Handelns – bis zur Wiederzulassung der tridentinischen Messe, nicht nur ein Wink mit dem Zaunpfahl an die schismatischen Traditionalisten, sondern dem Papst darselbst recht und billig. In der Ökumene richtete die feinsinnige Unterscheidung von katholischer Kirche und anderen „kirchlichen Gemeinschaften" Schaden an. Das Prinzip der Kollegialität mit den Bischöfen der Weltkirche ist nach wie vor eher ein Druckmittel als ein Element der Wahrheitssuche. Die theologischen Fakultäten und Universitäten nicht nur in Deutschland können ein Lied davon singen, wie sich der vatikanische Zentralismus in den letzten Jahren noch verstärkt hat.
Das öffentlichkeitswirksame vatikanische Desaster um den Holocaust-Leugner Williamson (gegen den in Deutschland wegen Volksverhetzung ermittelt wird) und die Piusbruderschaft hat eines zumindest enthüllt: Dieser Papst träumt von einer Kirche, in der die Mehrzahl der Katholiken in Deutschland nicht leben möchte.
Ob ein Mann jahrzehntelanger Kontinuität sich ändert, darf bezweifelt werden. Doch vielleicht lässt ihn der nun angerichtete Schaden vorsichtiger werden. Unter den gegebenen Umständen ist dies schon ein Gewinn. Das Misstrauen ist da.
|
|
|
Dehonianer in den Medien
|
Dehonianer in den Medien – Verkündigung auf neuen Wegen
Es war das erste Treffen seiner Art in der Geschichte der Herz-Jesu-Priester: Am 26. und 27. November trafen sich in der ordenseigenen Hochschule für Marketing und Business ESIC in Madrid 50 Mitbrüder aus 13 Ländern, um die darüber zu sprechen, wie die Dehonianer in den modernen Medien präsent sind oder sein sollten. Vertreter vom Verlagshaus der Dehonianer in Bologna/Italien und des ordenseigenen Fernsehsender Teledehon in Andria waren ebenso vertreten wie Herausgeber von Zeitschriften und Leiter von Radiostationen. z.B. in Indonesien. Auch die deutschen Herz-Jesu-Priester als Herausgeber von „Dein Reich komme“ waren vor Ort.
|
|
|
|
|
Aus Brasilien war P. Zezinho angereist. Nicht nur in Brasilien ist P. Zezinho ein Star in der christlichen Medienlandschaft: In den mittlerweile 40 Jahren seines Engagements hat der brasilianische Herz-Jesu-Priester über 10 Millionen Tonträger mit seinen Liedern und mehr als 900 000 Bücher verkauft. In seinem Referat betonte er die Bedeutung der Massenmedien für die Verkündigung: „Ich singe für die Menschen, die nicht lesen wollen oder können“, sagte er mit Blick auf die Menschen in seiner Heimat, die nur spärlich nach Büchern greifen, aber jeden Tag Radio hören. „Diese Menschen hören die Frohe Botschaft eben lieber in Liedern“. P. Zezinho betonte die Notwendigkeit, angesichts der Konkurrenz durch pseudochristliche Sekten im Bereich von Radio, Fernsehen, Presse und Internet professionell Verkündigung zu betreiben. Jedes Medium habe seine eigene Sprache, und die gelte es zu lernen. Sein Erfolg bescheinigt ihm, dass er diese „neuen Sprachen“ hervorragend gelernt hat.
Vor dem Treffen der Dehonianer untereinander gab es einen offenen Kongress zum Thema „Kirche und Massenmedien“, zu dem die Marketingschule ESIC neben einigen Dehonianern auch namhafte Professoren als Referenten gewonnen hatte. Ca. 140 Teilnehmer verfolgten am 24. und 25. November in der Aula der Hochschule Ausführungen und Diskussionen. Auch hier war der eindringliche Appell, die Kirche möge die neuen Medien nicht lediglich als unliebsames, aber notwendiges Instrument benutzen, sondern tatsächlich die Sprache der jeweiligen Medien lernen: Eine Homepage sei eben nicht wie ein Buch mit nacheinander zu lesenden Kapiteln aufgebaut, sondern hat eine eigene Dynamik und Struktur. Und wenn die Predigt am Sonntag schon eine bestimmte Minutenzahl nicht überschreiten sollte, dann gewinnt der Satz „In der Kürze liegt die Würze“ im Internet noch ganz andere Bedeutung.
Für die Dehonianer war es das erste Mal, ein solches Forum zum gegenseitigen Austausch zu haben. So war denn auch das Fazit mehrfach positiv: Das Kennenlernen der jeweiligen Engagements in den Medien war bereichernd, jedoch stand allen Teilnehmern ebenso klar vor Augen: Verkündigung in den Massenmedien ist alles andere als ein Hobby, sondern Berufung, die kompetent wahrgenommen werden muss. Nicht zuletzt P. Dehon hatte vor über 100 Jahren das Presseapostolat als „DAS“ Apostolat bezeichnet.
|
|
|
|
|
|
Bilder aus La Balmette
|
|
Ökumenisches Kirchenzentrum
|
|